airBaltic begibt sich unter Gläubigerschutz

15.09.2026 PS
airBaltic Airbus A220-300
airBaltic Airbus A220-300 (Foto: Bombardier)

airBaltic hat sich in den USA unter Gläubigerschutz Chapter 11 begeben, der Flugbetrieb wird normal weitergeführt.

Die lettische Fluggesellschaft airBaltic hat gemeinsam mit seinen Tochtergesellschaften airBaltic Training und Baltic Cargo Center ein US-Insolvenzverfahren nach Chapter 11 zur Restrukturierung eingeleitet. Der entsprechende Antrag wurde am 14. September 2026 beim zuständigen Insolvenzgericht im südlichen Bezirk von New York (Southern District of New York) eingereicht. Die Restrukturierung soll bis im Juni 2027 abgeschlossen sein.

Das Chapter-11-Verfahren schützt Unternehmen vor Gläubigerforderungen. airBaltic erklärte, man werde den Verpflichtungen weiterhin nachkommen. In der Airline Branche ist es durchaus üblich, dass sich neben US-amerikanischen Airlines auch Fluggesellschaften aus Europa oder Lateinamerika unter Chapter 11 flüchten, um in Ruhe ihre Umstrukturierung durchzuführen.

AirBaltic hat sich eine neue Finanzierung im Rahmen einer sogenannten „Debtor-in-Possession“-Regelung (DIP) – also einer Finanzierung durch den Schuldner während des laufenden Verfahrens – in Höhe von 350 Millionen Euro und mit einem Zinssatz von rund 12 Prozent gesichert, um die Liquidität während der Chapter-11-Restrukturierung zu gewährleisten. Diese Finanzierung bedarf noch der gerichtlichen Genehmigung.

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